|

Wie setzt sich die Formel zusammen und wie wird
sie zubereitet.
Caisse Formula ist unter allen Präparaten die fortgeschrittenste und
modernste Formel nach der Rezeptur von Rene Caisse. Das Fehlen einer
langwierigen Vorbereitung des Aufgusses garantiert ein stets frisches
Produkt, ohne Kühlschrank.
Die Indianer Amerikas hatten weder einen Kühlschrank noch Glasflaschen, sie
wandten dasselbe System an, das der kanadische Kräuterkundige De Sylva der
Herb Works wiederentdeckt hat, ein einfaches und sicheres System, das ein
stets frisches Produkt garantiert.
Caisse Formula setzt sich aus sieben Kräutern zusammen: vier nach der
Formel von Rene: Wurzel der großen Klette, kleiner Sauerampfer,
Rhabarberwurzel und Rinde der Rotulme, und drei, die De Sylva auf einer
seiner Reisen auf Kräutersuche durch die einsamen Heidegegenden Nordkanadas
von einem Ojibwa Indianer anvertraut wurden: Klee, Rinde der Dornesche und
Breitwegerich.
Die Kräuter von Caisse Formula
WURZEL DER GROSSEN KLETTE
Beschreibung: Die große Klette (Arctium lappa, A.Minus) ist eine
zweijährige Wiesenpflanze, die im ersten Jahr nur einige herzförmige,
eiförmige, zartgrüne, gezackte Grundblätter mit unbehaarter Oberseite
hervorbringt. Im zweiten Jahr bekommt sie einen 50 bis 200cm hohen
Blütenstängel. Die Blüten sind rosa-violett. Die länglich
zusammengepressten Achänen sind grau-braun mit schwarzen Flecken und der
Pappus ist kurzborstig. Sie blüht im Juli und August. Heilsubstanz und
balsamische Bedingungen: Verwendet werden ihre Wurzeln und manchmal auch
ihre Blätter. Die Wurzeln werden im Herbst des ersten und im Frühjahr des
zweiten Vegetationsjahres vor Erscheinen des Blüteninternodiums gesammelt.
Die Blätter werden vor der Blüte zwischen Frühjahr und Sommer des zweiten
Vegetationsjahres gesammelt. Eigenschaften und Indikationen: Die große
Klette ist hervorragend für die Stärkung des Immunsystems. Sie ist ein
Tonikum für Leber, Nieren und Lunge. Sie entschlackt das Blut durch
Neutralisierung der Giftstoffe und Reinigung des Lymphsystems. Ihre
antibakterielle und pilzhemmende Wirkung sowie ihre tumorschützenden
Verbindungen sind bewiesen. Sie ist ein ausgezeichnetes Heilmittel, sowohl
innerlich als auch äußerlich angewandt, bei allgemeinen Hauterkrankungen.
Sie ist harntreibend und regt die Leber- und Gallenfunktion an. Bei
Diabetes ist sie bei innerlicher Anwendung blutzuckersenkend und zwar dank
des gleichzeitigen Vorkommens in ihrer Wurzel von Inulin (bis zu 45%) und
Vitaminen der Gruppe B, die auf den Kohlehydratstoffwechsel einwirken. Im
Orient wird die Wurzel aufgrund ihrer stärkenden Nährwerte verwendet. In
China ist sie seit dem Jahr 502 n.Ch. unter dem Namen „Niu bang“ als
Heilmittel bekannt. Bei den amerikanischen Mimac und Menomonee
Indianerstämmen wurde sie zum Heilen von Hauterkrankungen gebraucht. In der
Ayurveda-Medizin ist sie für ihre Wirkung auf die Plasma - und Blutstruktur
bekannt und wird bei Hautallergien, Fieber und Nierensteinen eingesetzt.
Viele wissenschaftliche Studien an Tieren haben die tumorhemmende Wirkung
der großen Klette bewiesen. Der Begriff „ Kletten-Faktor“ stammt von den
Wissenschaftlern der Medizinschule Kawasaki, Okayama, Japan. Bei
Laboratoriumsuntersuchungen wurde entdeckt, dass der „Kletten-Faktor“ gegen
den HIV-Virus (AIDS- Virus) agiert. Das Inulin der großen Klette ist in der
Lage die Oberfläche der weißen Blutkörperchen zu stimulieren und sie somit
besser arbeiten zu lassen.
RINDE DER ROTULME
Beschreibung: Die Rotulme (Ulmus fulva) wächst in Nordamerika, in der Mitte
und im Norden der USA und im Osten Kanadas. Sie gedeiht sowohl auf feuchtem
als auch auf trockenem Boden, längs der Flüsse oder auf den Gipfeln der
höchsten Hügel. Sie zeichnet sich durch die Rauheit der langen Äste aus.
Sie kann eine Höhe von achtzehn Metern erreichen. Die dunkelgrünen bis
gelblichen Blätter sind von einem gelben Flaum bedeckt und haben eine
orangefarbene Spitze. Die Rinde ist sehr rau. Die Heilkräfte befinden sich
in den Fasern der Rindeninnenseite, die frisch oder getrocknet zur
Pulverisierung genommen wird. Eigenschaften und Indikationen: der Schleim
der Rinde begünstigt das Abschwellen der Gelenke und ist ein optimales
Mittel bei Arthrose. Die Rinde ist außerdem bei Husten, Rachenentzündung,
neurologischen Problemen sowie Magen- und Darmstörungen indiziert. Sie
enthält Inulin, das Leber, Milz und Pankreas unterstützt. Sie fördert das
Harnlassen, wirkt abschwellend und abführend. Die chinesische Medizin
katalogisierte sie im Jahr 25 v.Chr. als optimales Mittel bei Geschwüren,
Durchfall und Erkrankungen die den Meridian des Dickdarms betreffen. Für
die Ayurvedische Medizin ist sie nahrhaft, emulgierend und schleimlösend.
Sie ist indiziert bei Schwäche und Geschwüren. Sie ist ein optimales
Lungentonikum und kann chronisch Lungenkranken verabreicht werden.
KLEINER SAUERAMPFER
Beschreibung: Der kleine Sauerampfer (Rumex acetosella) ist eine
Wiesenpflanze mit ausgeprägter Pfahlwurzel und hochstehenden, robusten, 50
bis100 cm langen Stängeln, im oberen Teil stark verästelt und mit kurzen,
aufrechten Zweigen. Die länglichen Grundblätter erinnern an Hundeohren und
sind von intensivem Grün, Zeichen einer hohen Konzentration an Chlorophyll.
Die dicht beieinandersitzenden Blüten bilden einen langen, schlanken Kolben.
Heilsubstanz und balsamische Bedingungen: Man verwendet die ganze Pflanze
im zweiten Vegetationsjahr vor der Blüte. Eigenschaften und Indikationen:
Das junge und frische Kraut wirkt harntreibend und blutreinigend. Das Kraut
unterstützt Leber und Darm, beugt die Zerstörung der roten Blutkörperchen
vor und wird als tumorhemmendes Mittel eingesetzt. Das Chlorophyll der
Pflanze versorgt die Zellen mit Sauerstoff und kräftigt ihr Wände, fördert
den Abbau von Ablagerungen in den Blutgefäßen und hilft dem Körper mehr
Sauerstoff aufzunehmen. Das Chlorophyll verringert auch Strahlungsschäden
und reduziert die Chromosomschäden. Sie wird bei Entzündungskrankheiten,
Tumoren und Erkrankungen der Blase, Harnwege und Nieren angewandt. Wegen
des hohen Gehalts an Vitamin C werden die Blätter bei Vitaminmangel und
Anämie verabreicht. Hinweis: aufgrund des hohen Gehalts an Oxalsäure wird
bei Patienten mit Nierensteinen von einem längeren Gebrauch und hohen Dosen
abgeraten. (Quelle: Candadian Journal of herbalism)
RHABARBERWURZEL
Beschreibung: Der Rhabarber (Rheum palmatum) ist eine indische Heilpflanze:
Man verwendet die Wurzel der älteren Pflanzen nach Entfernung des Periderms.
Sie ähnelt zwar dem Gartenrhabarber (Rheum rhaponticum), verfügt aber über
eine bedeutend stärkere therapeutische Wirkung. Man erkennt sie an ihrer
konischen, gelbfleischigen Wurzel. Die herzförmigen Blätter haben sieben
Spitzen. In China und im Tibet wird sie zu dekorativen und medizinischen
Zwecken angebaut. Eigenschaften und Indikationen: Im Orient ist er
Rhabarber schon seit Jahrtausenden bekannt - in der chinesischen Sprache
heißt er „Da Hung“ und in der ayurvedischen „Amla Vetasa“ – und wird als
adstringierendes Mittel und starkes Abführmittel angewandt. Kleine Dosen
werden bei Durchfall und als Appetitanreger gereicht. Große Dosen wirken
abführend. Die Pflanze stimuliert den Dickdarm, fördert den Gallenfluss,
beseitigt Stauungen und stärkt Magen und Leber. Sie wird auch als Tonikum
verabreicht: für den Magen, als Verdauungshilfe, zur Entschlackung der
Leber, als tumorbekämpfendes Mittel sowie bei Gelbsucht und Geschwüren. De
Sylva hat festgestellt, dass die in der Pflanze befindliche Chrysophansäure
die klebrige und schleimige Substanz, mit der die Tumore umgeben sind,
entfernt und somit den Wirkstoffen der anderen Kräuter den Zugang zur
Tumormasse ermöglicht. Hinweis: Während der Schwangerschaft darf kein
Gebrauch davon gemacht werden.
KLEE
Beschreibung: Der Klee (Trifolium pratensis) ist eine mehrjährige
Wiesenpflanze mit Pfahlwurzeln und buschigen, aufrechten oder hängenden
Stängeln (10-90 cm) und wechselständigen, dreiblättrigen Blättern. Die
Blüten, die runde oder eiförmige Köpfchen bilden, sind sitzend, mit kurzem
Stiel und werden von den Blättern umgeben. Die Frucht ist eine fest im
Kelch eingeschlossene Deckelhülsenfrucht. Er blüht von Mai bis September.
Heilsubstanz: Die Blüten. Eigenschaften: Er wirkt auf Blut und Plasma, auf
das Lymph-, Blut- und Atmungssystem und ist harntreibend, schleim- und
krampflösend. Er wird bei Husten, Bronchitis, Infektionen und Tumoren
verschrieben. Er hat blutreinigende Wirkung. In Indien wird er stillenden
Frauen zur Förderung des Milchflusses gereicht und wirkt als Tonikum für
die Gebärmutter (begünstigt die Rückbildung der Gebärmutter nach der Geburt).
De Sylva hat festgestellt, dass die im Klee vorhandene Substanz Genistein
in der Lage ist, das Wachsen von Tumoren zu unterbinden und dass diese
krebshemmende Substanz in der vor rund fünfzig Jahren angewandten Formel
von Hoxey als Heilmittel gegen Krebs eingesetzt wurde.
BREITWEGERICH
Beschreibung: Der Breitwegerich (Plantago major) ist eine mehrjährige
Wiesenpflanze mit Stengeln und kurzem Rhizom, von dem viele feine Wurzeln
ausgehen. Die großen Grundblätter sind rosettenförmig angeordnet. Die
Blüten sind dicht auf nackten Internodien in geraden, zylindrischen Ähren
(8-18cm) angeordnet. Die Frucht ist eine länglich ovale Kapsel, in der sich
zahlreiche schwarze, eckige Samen befinden. Heilsubstanz und balsamische
Bedingungen: Es werden die Blätter und der Samen verwendet. Von Juni bis
August werden die kräftigen Blätter gesammelt und von Juli bis September
die bräunlich gefärbten Ähren. Wirkungsfeld: Er wirkt auf das Schilddrüsen-
und Nebenschilddrüsensystem unter Einbeziehung des Lymph- und
Blutkreislaufs durch eine Dynamik mäßigender Informationen, auf das
Knochensystem (reguliert das Gleichgewicht von Kalzium und Phosphor), auf
das Muskelsystem allgemein, auf die Geschlechtsorgane und die nervöse
Erregbarkeit. Äußerlich angewandt wirkt er blutstillend, bakteriostatisch
und adstringierend. Innerlich angewandt wirkt er adstringierend, erweichend,
abschwellend, entzündungshemmend, antiseptisch, reinigend, harntreibend (leicht),
blutbildend, blutgerinnend und flussregulierend. De Sylva vermerkt, dass es
sich um das Kraut handelt, das in Indien die Mangusten bei einem Biss der
Kobra anwenden. In Amerika wird die langblättrige Variante aufgrund ihrer
Anwendung beim Biss der Klapperschlange „Meisterin der Klapperschlange“
genannt.
DORNESCHE
Beschreibung: Die Dornesche (Xanthoxilum fraxineum) ist ein kleiner,
dorniger Baum, der in den nordamerikanischen Landgebieten wächst. Sie hat
Flossenblätter und wechselständige, von harten und scharfen Dornen bedeckte
Zweige. Oft sind die Dornen auch auf Rinde und Blättern. Sie gehört zur
Familie der Rautengewächse. Alle Pflanzen dieser Familie zeichnen sich
durch aromatische und stechende Merkmale aus. Die Beeren bilden eine Traube
und sitzen an der Spitze der Zweige. Sie sind schwarz oder dunkelblau und
befinden sich in einer grauen Nuss. Die Blätter und die Beeren sind sehr
aromatisch und duften nach Zitronenöl. Heilsubstanz: Rinde und Beeren.
Eigenschaften und Indikationen: Sie wird von den Indern in der
ayurvedischen Medizin „Tumburu“ und von den Chinesen „Hua Jiao“ genannt.
Sie wirkt stimulierend, blähungstreibend, alterativ, antiseptisch,
wurmtreibend und schmerzstillend. Sie ist angezeigt bei schwacher Verdauung,
Bauchschmerzen, chronischem Schnupfen, Lumbago, chronischem Rheuma,
Hautkrankheiten, Würmern und Entzündungen durch Mikroorganismen und bei
Arthritis. Sie ist ein stark blutentgiftendes und -reinigendes Mittel. De
Sylva fügt noch hinzu: „… sie ist in die Geschichte als Heilmittel gegen
Tuberkulose, Cholera und Syphilis eingegangen. Neuere Untersuchungen haben
eine Klasse von Substanzen, namens Furano- coumarins identifizieren können,
und während die Untersuchungen weitergeführt werden, kristallisiert sich
auch eine starke Wirkung bei Krebs heraus. Das erklärt mir die
Hartnäckigkeit des Medizinmanns, den ich auf der Insel Manitoulin antraf
und der darauf bestand, sie zur Caisse Formula hinzuzufügen. |